Betriebsdaten

Bereits vor der Planung einer effizienten, automatischen Beregnungsanlage müssen die Betriebsdaten bestimmtwerden, die zum Betrieb der Anlage zur Verfügung stehen. Wird das Wasser über das öffentliche Netz bezogen, sind die nachfolgenden Anweisungen zu befolgen. Wird das Wasser aus einer Zisterne, einem Brunnen oder offenen Gewässer entnommen, informieren Sie sich bitte bei Ihrem zuständigen Hunter - Lieferanten über Druck- und Volumenangaben der Pumpe.

Druckmesser (Manometer)

1. Wasserdruck (kPa oder Bar)
Um zu überprüfen, welcher statische Druck zur Verfügung steht, ist es erforderlich, einen Druckmesser (Manometer) an den Außenwasserhahn zu montieren. Der Wasserhahn solltein unmittelbarer Nähe zum Wasserzähler liegen. Wichtig ist nun, dass keine weiteren Verbraucher, die an dieser Wasseruhr angeschlossen sind, geöffnet sind. Drehen Sie nun den Wasserhahn auf und lesen Sie den Wert auf dem Manometer ab. Notieren Sie den Wert in dem dafür vorgesehenen Feld. Der gemessene Wert ist der statische Wasserdruck in kPa oder Bar.

2. Verfügbare Wassermenge (m³/h)
Um die für das System zur Verfügung stehende Wassermenge zu bestimmen, benötigen Sie zwei Informationen:

A. Welche Größe hat die Wasseruhr oder die Wasserversorgungsleitung?
Die Größe von Hauswasseruhren ist auf dem Gehäuse oder dem Zifferblatt ersichtlich vermerkt. Gebräuchliche Größen für Hauswasseruhren sind ½"(QN1,5); ¾"(QN2,5) und 1"(QN6,0). Bitte tragen Sie nun die Größe in Feld (2) ein.

B. Welchen Durchmesser hat die Versorgungsleitung?
Benötigt wird der Umfang des Rohres, welches von der öffentlichen Leitung zu dem Wasserzähler führt. Am einfachsten ist es, hierzu eine Schnur um das Rohr zu legen und die Länge der Schnur (Rohrumfang) zu messen. Anhand der Tabelle unten kann die Rohrgröße zugeordnet werden. Tragen Sie die Rohrgröße in Feld 3 ein.

3. Verfügbare Anschlussleistung

Anhand der Leistungstabelle auf dieser Seite und den drei Werten, kann die Sie ermittelt haben, die verfügbare Wassermenge für Ihr System in Kubikmeter pro Stunde (m³/h) bestimmt werden. Übertragen Sie diesen Wert in den Kasten L/min. Danach ermitteln Sie den Fließdruck für das System, indem Sie den gemessenen statischen Druck in der Tabelle auswählen, danach der Spalte nach unten folgen und dort den Wert ablesen der Ihrem Rohrleitungsdurchmesser und dem Rohrmaterial entspricht. Dieser Wert wird in den Kasten kPa/Bar eingetragen. Der Fließdruck wird benötigt, um die Regnertypen festzulegen und das System zu planen. Diese Werte dürfen nicht überschritten werden, da dies eine ineffiziente Beregnung zur Folge haben kann oder Druckschläge im System entstehen können welche zu ernsthaften Schäden führen können.

Bei den Wasserversorgungsleitungen wird von dickwandigem Kunststoff-Rohr mit 30 m Länge ausgegangen. Für die Kupferleitung sind 7,6 l/min abzuziehen. Für eine neue verzinkte Leitung sind 19 l/min abzuziehen. Der Fließdruck ist der ungefähre Druck am Regner und ist lediglich ein Richtwert für die Auswahl der geeigneten Regner und für die Systemauslegung. Die Zahlenangaben in der Tabelle für die Bemessungsleistung sind allgemein anerkannte Fließgeschwindigkeiten. In einigen Fällen wird vom Hersteller die Fließgeschwindigkeit in Kupferrohr von 2,3 m/s auf 2,75 m/s erhöht. Wenn bei Kupferrohr nicht 7,6 l/min abgezogen werden, beträgt die Fließgeschwindigkeit ungefähr 2,7 m/s. Bei dieser Fließgeschwindigkeit sind die Reibungsverluste erheblich, so dass der Fließdruck sinkt. Wenn die 7,6 l/min nicht abgezogen werden, gelten die Zahlenangaben in der Tabelle für Wasserversorgungsleitungen aus Kupfer mit einer maximalen Länge von 15 m.

 

 

Quelle: Hunter Industries Inc.