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Geschichte der Beregnung

Beregnung landwirtschaftlicher Flächen

Die Bewässerung von Feldern wurde schon weit um 5000 v. Chr. entlang des Nil als Möglichkeit der Wachstumsförderung von Pflanzen in Gegenden erkannt, in denen der natürliche Niederschlag nicht ausrechend war. Durch archäologische Untersuchungen wurden Beweise aus dem 6. Jahrtausend v. Chr. für die Bewässerung von Gerste in Mesopotamien und Ägypten gefunden. Auch in den Anden in Peru, Pakistan und Nordindien wurden landwirtschaftliche Nutzflächen mit Hilfe von Kanälen bewässert.

Auch die Chinesen hatten bereits 2200 v. Chr. Bewässerungssysteme. Es gibt Anzeichen dafür, dass schon der ägyptische Pharao Amenemhets III in der zwölften Dynastie (ca. 1800 v. Chr.) den natürlichen See der Faiyum Oase als Wasserreservoir für die regenarme Jahreszeit nutze. Der See wurde jährlich durch die Überschwemmmungen des Nils wieder mit ausreichend Wasser gefüllt.

Die Menschen erkannten also schon früh den Nutzen einer künstlichen Bewässerung landwirtschaftlicher Nutzflächen, um diese vor der Verdorrung zu retten und damit Ihre Lebensgrundlage zu sichern.

In der Mitte des 20. Jahrhunderts konnten mit Hilfe von Diesel- und Elektromotoren größere Mengen Wasser gefördert und auf die Felder verteilt werden. Seitdem konnten Beregnungssysteme immer weiter entwickelt und die natürliche Ressource Wasser effizienter genutzt werden.
Um das Jahr 2000 wurden weltweit 689 Millionen Hektar landwirtschaftlicher Nutzflächen künstlich bewässert.

Zu den ältesten Geräten, mit denen man Wasser aus Flüssen in höher gelegene Felder beförderte, gehört das ägyptische Shadoof, das aus einer Stange mit einem Eimer an einem Ende und einem Gegengewicht am anderen besteht.

Die archimedische Wasserschraube, die für den gleichen Zweck eingesetzt wurde, ist ein Rohr, in dem sich eine Schnecke (eine Schraube mit großem Gewinde) befindet, die von Hand gedreht wird. Dabei wird das Rohr an einer Schräge mit dem unteren Ende im Fluss aufgestellt. Durch Drehen der Schnecke wird Wasser auf ein höheres Niveau befördert.

Das Schöpfrad, das heute noch in Indien eingesetzt wird, ist ein vertikal aufgestelltes Rad, das sich zum Teil unter Wasser befindet und an dessen Seite Eimer befestigt sind. Das Rad wird von Zugtieren bewegt, die ein horizontales Rad drehen, das über Zahnräder mit dem eigentlichen Schöpfrad verbunden ist. Die Eimer füllen sich, wenn das Rad gedreht wird, und sie werden oberhalb in eine Zuflussrinne ausgelehrt, die das Wasser zu den bebauten Feldern bringt.

Ein weit weniger anstrengendes Verfahren, als das Wasser zu heben, war der Bau dauerhafter Dämme an den Oberläufen von Flüssen, die es ermöglichten, den Wasserpegel auf ein bestimmtes Niveau zu heben. Das Wasser wurde dann über Kanäle in tiefer gelegene Gebiete geleitet und floss in die leicht abschüssigen Felder. Dieses Verfahren wurde in großem Stil mit einfachen Erdbauten bereits von frühen Kulturen praktiziert.

 

Quellen: MSN Encarta, Wikipedia